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Trauerprozess erschwerte Trauer Traueraufgaben Fragebogen

Der Trauerbegleiter an Ihrer Seite


... und dann kann es vorkommen, dass wir mit dem Verlust eines geliebten Menschen nur noch schwer umgehen können. Traurigkeit, Schmerz, Wut, Verzweiflung machen uns dann schwer zu schaffen. Normalerweise haben wir im Laufe eines Lebens gelernt, Verluste in unser Leben zu verarbeiten und zu integrieren. Wir sind sozusagen unsere eigenen Trauerbegleiter. Manches wiegt aber so schwer, dass wir in Schwierigkeiten geraten.

Als Trauerbegleiter stehe ich Ihnen in solchen Situationen zur Seite. Ich halte mit Ihnen gemeinsam die Trauer, das Weinen, die Wut, die Hilflosigkeit, die Erleichterung und auch die vielen offenen Fragen aus.

Wie ich das als Trauerbegleiter mache?
Ich höre zu!
Ich halte aus!
Mit meinen Fragen eröffne ich neue Perspektiven.
Ich gebe Anleitung zur Stabilisierung und Beruhigung.
Und ich begleite Sie, wenn Sie gar nicht sprechen können, weil es so schwer fällt.

Rufen Sie jetzt an!
0650 / 708 6 308

Schreiben Sie ein Mail!
office@sixvisions.at

Als Trauerbegleiter berate ich Einzelpersonen, Paare und Gruppen durch die Trauer. Gleichzeitig habe ich mich auf vier Bereiche spezialisiert:

Logo Trauerbegleitung

Gelistet im ExpertInnenpool des Fachverbandes Personenberatung und Personenbetreuung (Wirtschaftskammer) - siehe hier





Mythos: Trauer bezieht sich immer auf das Sterben eines Menschen

Bei der Trauer geht es ganz allgemein um jede Art von Verlust. Nicht nur durch den Tod verabschieden sich Menschen aus unserem Leben, sondern auch durch andere Ereignisse wie Trennung, Scheidung oder Konflikte. Darüber hinaus können wir auch noch ganz andere Verluste erleben, die bei uns Trauer auslösen: Verlust des Arbeitsplatzes, Verlust einer angesehenen Stellung, Übergang in eine neue Lebensphase, Verlust von Fähigkeiten im Alter, Verlust eines Haustieres usw.



Trauer und Trauerprozess

Eines gleich vorweg: Wenn Sie trauern, dann ist das etwas ganz Normales! Alle Menschen werden traurig, wenn sie einen Menschen verlieren, den sie gern hatten.

Trauernder Mann sucht Trauerbegleiter

Diese Trauer zeigt sich aber nicht nur im Traurigsein und Weinen. Trauer hat viele Gesichter. Auf dieser Homepage beschreibe ich sehr viele dieser Gesichter.

Noch etwas ist wichtig: Sie spüren Ihre Trauer nicht immer und ständig. Manchmal ist sie wie weggeflogen. Und dann kommt sie wieder und begleitet Sie für mehrere Stunden, Tage oder Wochen ... und sogar in Ihren Träumen. Auch das ist völlig normal.

Vertrauen Sie darauf, dass sich Ihre Trauer mit der Zeit verändert und weniger weh tut. Dafür müssen Sie nur eines tun: Lassen Sie Ihre Trauer zu! Verdrängen Sie sie nicht!

BITTE BEACHTEN SIE: Im Nachfolgenden finden Sie viele Reaktionen und Verhaltensweisen, die in der Trauer vorkommen können. Die meisten davon sind normal, aber einige können weitere Probleme verursachen.


Ihr Körper

Auf Trauer kann Ihr Körper ganz unterschiedlich reagieren. Folgendes kann vorkommen:

Diese Anzeichen sind völlig normal. Wenn sie aber längere Zeit anhalten, dann gehen Sie zu einem Arzt bzw. einer Ärztin. Sagen Sie ihm bzw. ihr, dass Sie um einen Menschen trauern. Sollten Sie Medikamente nehmen müssen, kontaktieren Sie auch einen Spezialisten zum Thema Trauer.


Ihre Gefühle

Die wohl häufigsten Gefühle sind Traurigkeit, Wut und Schuldgefühle. Ihre Wut und Ihre Schuldgefühle sind also völlig normal.

Trauernde Frau sucht Trauerbegleiter

Weiters können Sie Angst, Einsamkeit und Hilflosigkeit spüren.

Es kann aber auch ganz anders sein: Sie sind erleichtert über den Tod eines Menschen. Deswegen sollten Sie sich keine Vorwürfe machen.

Oder Sie nehmen gar keine Gefühle wahr; auch das kommt nicht selten vor.

Ihre Gefühle können ganz schön chaotisch sein. Von der einen auf die andere Sekunde kann es völlig anders sein. Im einen Moment traurig, im anderen fröhlich, im einen weinerlich, im anderen wütend.


Ihre Gedanken

Vor allem kurz nach dem Tod kann es vorkommen, dass Sie das alles gar nicht glauben können. Ihnen kommt vor, als ob der Verstorbene noch leben würde. Das kann aber auch lange nach dem Tod noch auftreten. Es kann immer wieder Phasen geben, in denen Ihnen erst wieder klar werden muss, was geschehen ist.

Weiters können Sie Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren. Daher kann es vorkommen, dass Sie Schwierigkeiten bei der Arbeit haben. Dann ist es wichtig, dass Sie, mit Ihrem/r Vorgesetzen oder mit KollegInnen eine Vereinbarung treffen. Sie müssen verstehen, dass es gerade rund um besondere Tage (Weihnachten, Geburtstag, Todestag ...) besonders schwer für Sie ist - egal wie lange es schon her ist.

Ihre Gedanken kreisen möglicherweise ständig um den Verstorbenen oder um andere Ereignisse. Sie wirken abwesend und sind es auch.

Es ist auch möglich, dass Sie einem anderen die Schuld am Tod geben.


Ihr Verhalten

Bei Trauernden kann es vorkommen, dass sie sich von Verwandten und Freunden zurückziehen. Sie möchten nicht über ihre Trauer reden, weil sie sich von anderen nicht verstanden fühlen. Umso wichtiger wäre dann, dass Sie eine neutrale Person finden, mit der Sie darüber sprechen können.

Es kann aber auch sein, dass Sie ständig mit anderen unterwegs sein wollen. Manche Menschen werden richtig hyperaktiv. Sie haben Angst vor dem Alleinsein. Sie suchen Zersteuung, um nicht an Ihre Trauer oder den Verstorbenen denken zu müssen.

Manche Trauernde möchten die Todesstelle aufsuchen, manche die Grabstätte. Andere wollen diese Orte strikt vermeiden. Gegenstände von Verstorbenen können für manche Menschen sehr wichtig sein.

Es gibt auch Trauernde, die in einer Sucht einen Ausweg suchen. Am häufigsten spielen dabei Alkohol, Drogen oder der Computer eine Rolle. Einige beginnen sich selbst zu verletzen.


Ihre Weltsicht

Nach dem Tod können Sie sich viele Fragen stellen: Was ist noch wichtig? Was macht Sinn? Was ist der Sinn des Lebens? Fragen zum Tod und zu dem, was danach kommt werden gestellt.

Viele Ihrer bisherigen Meinungen und Ansichten werden auf den Kopf gestellt. Das sorgt für Verunsicherung.

Manche Trauernde zweifeln sehr stark an sich selbst. Sie wissen nicht mehr, wer sie eigentlich sind.

Religiöse Menschen stellen ihren Glauben in Frage; manche verlieren ihn sogar. Religiöse Rituale verlieren ihren Sinn. Andere werden gläubig und finden im Glauben Halt und Sicherheit.



Erschwerte Trauer

Es ist völlig normal, dass Sie traurig sind, wenn Sie etwas ganz Wichtiges verloren haben. Gefühlsverwirrungen, depressive Phasen, Antriebslosigkeit usw. sind in der ersten Zeit völlig in Ordnung. Es gibt keinen Anlass zur Sorge. Wir sprechen hier von nicht-erschwerter Trauer.

Manchmal kann es aber Umstände geben, die das normale Trauern erschweren. Daraus können noch größere Probleme entstehen, wie z. B. körperliche Beschwerden oder Verschlechterung der Lebensführung.
Wenn Trauer vom Normalen abweicht, unterscheiden wir drei Arten: erschwerte, traumatische und verlängerte Trauer.

Hier beschreibe ich Ihnen die Unterschiede nur ganz kurz. So können Sie ein wenig einordnen, was bei Ihnen gerade vor sich geht.


Arten von Trauer

Erschwerte Trauer

Von erschwerter Trauer spricht man, wenn zusätzlich zum Tod eines Menschen noch andere Umstände hinzukommen, die die Trauer verschlimmern können. Nur ein paar solcher Umstände möchte ich nennen:

Wenn das bei Ihnen der Fall ist, empfehle ich Ihnen einen Trauerbegleiter zu kontaktieren. Besser früher als zu spät.

Traumatische Trauer

Von einem Trauma spricht man bei einem Erlebnis, dass Sie als lebensgefährlich empfunden haben. Ein paar Beispiele dazu:

Traumatisierte Menschen durchleben Reationen, die von der Alltagserfahrung stark abweichen. Diese Reaktionen sind aber innerhalb der ersten sechs Wochen völlig normal. Solche Reaktionen können sein:

Wie gesagt: In den ersten sechs Wochen ist das alles normal. Danach sollten diese Phänomene weniger werden. Wenn das aber nach sechs Monaten immer noch nicht der Fall ist, dann spricht man von traumatischer Trauer. Sie sollten dann dringend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Verlängerte Trauer

Aus verschiedenen Gründen kann man in der Trauer "stecken" bleiben. Das kann damit zu tun haben, dass Sie eine Traueraufgabe nicht oder nicht ausreichend erledigt haben. Nach einem Jahr sind bestimmte Gefühle immer noch so intensiv wie am ersten Tag. Dann spricht man von verlängerter Trauer. Konkret sind das:

Ich empfehle Ihnen, mit einem Trauerbegleiter oder Therapeuten Kontakt aufzunehmen.



Traueraufgaben

Tagebuch schreiben

Wenn Sie trauern, dann ist das ein Prozess. Dieser Prozess kann ein paar Tage, ein paar Wochen, ein paar Monate oder ein paar Jahre dauern. Das hängt von ganz verschiedenen Dingen ab. Nur weil bei Ihnen der Prozess sehr kurz ist oder länger dauert als bei anderen, ist das kein Grund, sich Sorgen zu machen. Das ist bei jeden Menschen anders. Wenn es bei Ihnen länger dauert, braucht es einfach Zeit und Geduld. Nicht mehr traurig zu sein, können Sie nicht einfach herstellen oder beschließen.

Dennoch müssen Sie nicht einfach untätig herumsitzen. Sie sollten auch etwas tun, damit Ihre Trauer einen guten Verlauf nimmt. Wir sagen: Sie müssen Traueraufgaben erledigen.
Dabei sind diese Aufgaben nicht so wie andere Arbeiten: Sie packen an und erledigen sie einfach. Für die Traueraufgaben brauchen Sie Zeit. Manche Aufgaben können Sie schnell erledigen und manche erledigen Sie nur halb und erst später vollständig. Die Reihenfolge ist dabei egal.

Wenn Sie merken, dass Sie mit einer dieser Aufgaben Schwierigkeiten haben, vertrauen Sie sich einem Trauerbegleiter an.


Überleben sichern!

Menschen können durch einen Todesfall in existentielle Not geraten. Hier müssen Sie zunächst Ihre Grundbedürfnisse beachten: Essen, Trinken, Schlafen, Wärme, Wohnen usw. Oft ist diese Not mit Ängsten und Schuldgefühlen verbunden.
Viele Menschen nehmen sich in der Trauer zurück. Sie fühlen sich von der Umgebung oft nicht verstanden. Andere glauben dann, dass es für den Trauernden gar nicht so schlimm ist. Jedoch: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Trauer wird sich später ihren Weg bahnen.

"Überleben sichern" bedeutet: Grundbedürfnisse stillen, auch das Grundbedürfnis, Fragen zu stellen und Ängste ausdrücken zu können.


Den Verlust als Realität annehmen!

Stein bemalen

Im ersten Moment können die meisten Menschen gar nicht glauben, was passiert ist. Sie leugnen den Tod oder glauben, es sei nur ein Alptraum oder einfach nicht wirklich. Das ist völlig normal. Normal ist es auch, dass Trauernde Wochen nach dem Tod noch glauben, dass der Verstorbene gleich zur Tür hereinkommen wird. Vielleicht passiert es Ihnen auch, dass Sie mit ihm zu sprechen beginnen, als ob er noch da wäre. Alles kein Problem.

"Den Verlust als Realität annehmen" bedeutet: Mit der Zeit begreifen Sie, dass der Verstorbene tot ist und Sie verhalten sich auch danach. Ich empfehle Ihnen daher, sich bewusst beim Verstorbenen zu verabschieden oder regelmäßig das Grab zu besuchen.


Schmerz erfahren!

Diese Aufgabe gehört wohl zu den schwersten. Wer hat schon gern Schmerzen? Viel lieber wollen wir ihnen aus dem Weg gehen.

"Schmerz erfahren" bedeutet: Sie müssen mit der Zeit den Schmerz, der in der Trauer liegt, zulassen. So wenig wir das wollen: Der Schmerz muss durchlebt werden. Schieben Sie ihn nicht einfach weg. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen immer so viel Schmerz zulassen, wie sie es aushalten. Das kann also in kleinen Schritten vorgenommen werden.

Es gibt aber auch viele Menschen, die den Schmerz nicht zulassen wollen: Sie sprechen daher nicht über ihre Trauer, betäuben sich mit Alkohol oder Drogen oder flüchten in den Cyberspace. Das sind kurzfristige Lösungen. In der Zukunft werden Ihnen diese Strategien aber mehr Probleme verursachen, als sie lösen.


Sich an die Welt ohne den Verstorbenen anpassen!

Wenn ein Mensch stirbt, der immer in deiner Nähe war (Elternteil, Freund oder Freundin ...), dann ändert sich auch das weitere Umfeld. In der Familie ändern sich die Aufgaben; im Freundeskreis ändern sich die Beziehungen. Neben dem Verlust eines Menschen müssen Sie sich nun auch in einer veränderten Umgebung zurechtfinden.

"Sich an die Welt ohne den Verstorbenen anpassen" bedeutet: Sie kommen mit der neuen Situation, den neuen Aufgaben, den neuen Beziehungen gut zurecht.


Eine neue Beziehung zum Verstorbenen eingehen!

Rituale

Bei dieser Aufgabe kommt es ganz auf Ihre spirituelle Haltung an: Viele Menschen wollen den Verstorbenen nicht einfach loslassen. Er soll nicht irgendwo verschwinden und vergessen werden. Das ist auch gar nicht notwendig. Manche Menschen glauben, dass der Verstorbene im Himmel weiterlebt. Andere, dass er wiedergeboren wird. Wieder andere finden den Verstorbenen an verschiedenen Orten in der Natur. Und wo der Verstorbene immer zu finden ist, ist in unserer Erinnerung und in unserem Herzen.

"Eine neue Beziehung zum Verstorbenen eingehen" bedeutet: Durch den Tod hat sich zwar die Beziehung zum Verstorbenen verändert, sie ist aber nicht beendet. Arbeiten Sie an dieser Veränderung der Beziehung.


Sinnfragen beantworten!

Der Tod eines Menschen löst bei Ihnen sicher auch viele Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach dem, was wichtig ist, nach dem Leben nach dem Tod aus. Viele spirituelle Fragen treten plötzlich in den Vordergrund.

"Sinnfragen beantworten" bedeutet: Machen Sie sich aktiv auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen. Lesen Sie dazu Bücher, recherchieren Sie im Internet, aber vor allem: Reden Sie mit anderen darüber, was sie glauben und welche Vorstellungen sie haben. Suchen Sie nach vielen Antwortmöglichkeiten und entdecken Sie darin Ihre eigene Antwort.


In ein neues Leben aufbrechen!

Manchmal möchten wir in der Trauer einfach drin bleiben. Hört sich für Sie vielleicht komisch an. Aber es kann vorkommen, dass Trauern Vorteile hat: Andere machen Ihnen zum Beispiel weniger Vorschriften oder nehmen Ihnen Arbeiten ab. Sie machen es Ihnen bequem.
Andere Menschen wiederum haben Schuldgefühle. Sie meinen: "Wenn ich nicht mehr traurig bin, dann habe ich den Verstorbenen nicht gern gehabt."

"In ein neues Leben aufbrechen" bedeutet: Sie lassen die Trauer los. Sie gestalten sich ein neues Leben. Der Verstorbene ist nicht vergessen, sondern begleitet Sie in Ihrem Leben.


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