sixvisions Logo

Psychologische Beratung

Zufallsspruch


Meine psychologische Beratung basiert auf sieben Prinzipien (für mehr Infos auf Prinzip klicken).

Untersuchungen zeigen, dass es in erster Linie die Beziehung zwischen Berater und KlientIn ist, die zu einer Verbesserung der herausfordernden Situation führt. Unterschiedliche psychologische Ansätze oder Methoden bieten dazu nur einen sekundären Beitrag.
Im Vordergrund meiner Beratung steht daher zuerst das Gespräch und der Beziehungsaufbau. Der/die KlientIn wird dabei von mir als Expert/in für sein/ihr Leben angesehen. Dieses beraterische Gespräch ist selbst nicht frei von einer methodischen Herangehensweise. Jedoch ist das Gespräch jener Ort, wo sich Bedeutungen (Interpretationen) aussprechen und verändern lassen. Stößt man dabei an Grenzen, können weitere Methoden eingesetzt werden. Einen Methodenfetischismus, wie er mancherorts gelehrt und ausgeübt wird, lehne ich ab.

KlientInnen kommen gerade deshalb in Beratung, weil ihre Handlungsfähigkeit beeinträchtigt ist. Egal mit welchem konkreten Ziel oder Auftrag er/sie in die Beratung kommt, das übergeordnete Ziel bleibt immer seine/ihre Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Handlungsfähigkeit. Mit anderen Worten: Der/die KlientIn hat während und nach der Beratung die maximale Kontrolle inne.
Solange und soweit diese Eigenverantwortlichkeit nicht hergestellt ist, stellt der Berater – manchmal mehr, manchmal weniger – eine Ressource dar. Solange der/die KlientIn meint, eine Beratung zu benötigen, und dies auch von Seiten des Beraters so gesehen wird, verfügt er/sie nicht selbst über alle Ressourcen zur Problemlösung.

Sowohl der/die KlientIn als auch der Berater übernehmen Verantwortung für die gesamte Beratung. Die übliche Unterscheidung zwischen Inhaltsverantwortung (KlientIn) und Prozessverantwortung (Berater) ist künstlich. Sie übersieht die gegenseitige Wechselwirkung zwischen Inhalt und Prozess. Mit der geteilten Verantwortung begegnen sich Berater und KlientIn auf Augenhöhe.
Mit diesem Prinzip ist auch die ethische Dimension der Beratung angesprochen. Der Berater hat keine ethisch neutrale, sprich wertneutrale Haltung. Er kann seine Haltung aber unaufdringlich transparent machen.

Der Beratungsverlauf ist eine Prozess des Verstehens und Verständigens. Sowohl zwischen Berater und KlientIn als auch bei der betroffenen Person in der Auseinandersetzung mit sich selbst. In diesem Prozess wird ein Resonanzraum eröffnet, der das gegenseitige Verstehen auch dann ermöglicht, wenn eine existentielle Erfahrung nicht von beiden gemacht wurde.
Daher folge ich keinem konstruktivistischem, sondern einem hermeneutischem Ansatz. D. h. Bedeutungen (Interpretationen) sind keine individuellen oder sozialen Konstrukte, sondern sie entstehen innerhalb einer sozial konstituierten Wirklichkeit, die den individuellen Interpretationen vorgegeben ist.

Wir Menschen sind eingebettet in einen sozialen Zusammenhang und konstituieren die Bedeutung von Erlebnissen, Erfahrungen und Situationen nicht rein individuell.Vielmehr fließen Tradition, soziale und gesellschaftliche Kontexte und Zukunftshoffnungen und -erwartungen in individuelle Interpretationen der gegenwärtigen Lebenssituation. Daher können nicht alle Probleme durch die Änderung individueller Glaubenssätze gelöst werden, sondern es bedarf einer komplexeren und vielfältigeren Herangehensweise – je nach Problemlage.

Ganzheitlichkeit wird sehr unterschiedlich verstanden. Manche Berater begnügen sich mit den Dimensionen des Denkens, Fühlens und Handelns und sehen darin den ganzen Menschen beschrieben.
Nach meinem Verständnis müssen zu diesen drei Dimensionen noch zwei weitere hinzugefügt werde. Die eine ist die körperliche Dimension, von der wir geprägt sind und die unser Inneres auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringt. Die andere ist die spirituelle Dimension, die ich nicht auf das Denken oder Fühlen reduzieren möchte.
Unter der spirituellen Dimension verstehe ich einen Lebensentwurf, der sich auf das Ganze ausrichtet – wie auch immer ein/e KlientIn das konkret ausformuliert oder eben nicht ausformuliert – und dann nur im Hintergrund präsent ist. Sie ist derart übergeordnet, dass sie unsere anderen Dimensionen bestimmt oder zumindest mitbestimmt.
Ganzheitlichkeit meint also sowohl den ganzen Menschen zu sehen, als auch seinen Entwurf des Ganzen wahrzunehmen. Letzterer spricht sich in Werten, Sinnthemen und religiösen Vorstellungen aus.

Gemäß dem Prinzip einer heilenden Beziehung lasse ich mich als Berater auf einen Prozess mit dem/der KlientIn ein, der ständiger Reflexion bedarf, um professionell zu arbeiten und die Qualität der Beratung zu sichern und zu steigern. So wie der/die KlientIn seinen/ihren Reflexionsprozess in die Beratung einbringt, kann auch der Berater seinen Reflexionsprozess transparent machen, manchmal muss er es sogar. Er muss es vor allem dann, wenn es um Grenzen, aber auch um die Selbstständigkeit des/der KlientIn geht. Dies fördert die maximale Kontrolle des/der KlientIn über den Beratungsprozess.

Datenschutz - Impressum - zur beruflichen Beratung